Wenn man mal richtig nachrechnet, was einem das Privatauto tatsächlich kostet, wird man das Potenzial der Nutzung eines Dienstwagens für private Zwecke erkennen. Je nach Industriezweig wird bekanntlich das Dienstauto, einerlei, ob es für den Beruf benutzt wird oder nicht, als Gehaltsbestandteil aufgeführt.

Anstandslos muss für den Mitarbeiter im Aussendienst ein Dienstfahrzeug zur Grundvoraussetzung zählen. Je nach Stellung in dem Unternehmen werden dabei verschiedene Dienstwagenklassen ausgemacht. Mitarbeiter der Geschäftsführung können sich oft Wagen der Oberklasse aussuchen, Abteilungsleiter Automobile der Mittelklasse und Personal oft aus der unteren Mittelklasse. Daran lässt sich erfassen, dass das Dienstauto auch in der innerbetrieblichen Struktur eine Art Statussymbol ist.

Komplett andersartig verhält es sich mit den Dienstauto im öffentlichen Dienst. Es stehen für die Angestellten ein Dienstwagenkontingent zur freien Verfügung, aus denen bei Bedürfnis Wagen gebraucht werden können. Alleinig Angestellte, für deren Arbeit ein separates Vehikel auf jeden Fall unvermeidlich ist, und die Führungsspitze der Bürokratie können über separate Dienstauto verfügen. An dieser stelle wird ganz rigoros darauf geachtet, welcher Weise die Benutzung ist, und ob und welche privaten Fahrten mit dem Dienstauto unternommen werden.

Wie schon aufgeführt sind persönliche Dienstautos, die persönlich genutzt werden können, ein Bestandteil des Gehaltes. Sie sind damit ein geldwerter Vorteil, der versteuert wird. Dies betrifft im Übrigen auch die Fahrten mit dem Dienstauto von der Wohnstätte zum Betrieb. Selbst diese Fahrten müssen als geldwerter Vorteil beim Finanzamt versteuert werden. Für ein Vehikel mit einem Anschaffungspreis von 25.000 Euro entsteht so jeden Monat ein zusätzlich zu versteuerndes Verdienst in Höhe von einem Prozent des Anschaffungspreises also 250 Euro. Wer andererseits die effektiven Ausgaben rechnet, kommt sehr schnell auf einen Preis von 600 und mehr. Die persönliche Benutzung eines Dienstautos ist also nicht nur ein geldwerter, stattdessen auch ein ganz realer Nutzen.